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Oranjemund, Diamanten und mehr

Oranjemund mit knapp 4000 Einwohnern befindet sich in der dünn besiedelten Karas-Region im Süden des Landes. Benannt wurde die Ortschaft nach dem Fluss Oranje, der hier in den atlantischen Ozean mündet.
OranjemundSein Lauf markiert zugleich die Grenze zum Nachbarland Südafrika. Oranjemund entstand zur Zeit des großen Diamantenrauschs zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nachdem der deutschstämmige Geologe Hans Merensky bei Alexander Bay an der äußersten Nordwestküste Südafrikas Diamanten entdeckt hatte, gründete die Consolidated Diamond Mines of South West Africa (CDM) die Siedlung Oranjemund. Heute beginnt nördlichder Stadt das Diamanten-Sperrgebiet. Bis 2011 war die kleine Stadt, deren Bewohner ausschließlich in der Diamanten-Industrie beschäftigt waren, Eigentum dieser Firma und nicht für die Allgemeinheit zugänglich. Erst im Zuge der geplanten Auflösung des Sperrgebietes und Verlagerung der Diamantenförderung aufs Seeterritorium erhält die Öffentlichkeit Zutritt. In der Region wurden bislang 400kg Diamanten gefördert. Für die in der Stadt lebenden Angestellten bot die Firma allerlei Freizeiteinrichtungen wie Kinos, Tennisclubs, Restaurants und ein Schwimmbad. Lange Zeit waren Schulen, Wasserversorgung und Strom für die Bewohner kostenlos. Die Stadt besitzt einen kleinen Flughafen mit Verbindungen zur Hauptstadt Windhoek und anderen größeren Städten wie Swakopmund, Walvis Bay und Lüderitz.
Bekannt ist die Stadt für seine im Stadtzentrum grasende Oryxherde. Die eleganten Tiere haben sich auf den Grünflächen so richtig eingelebt. Dazu gesellen sich frei laufende Strauße und Schakale, die entlang der Straßen flanieren. Unweit befindet sich ein 18-Loch-Golfplatz, der ebenfalls von Antilopen bevölkert wird. Die Oryx avancierte zur Symbolfigur und schmückt das Stadtlogo von Oranjemund. Beliebte Freizeitoptionen sind Angeln, Bootstouren, Schwimmbadbesuche, Paddelausflüge, Golfen und eine Bowling-Bahn. Auf den Sanddünen der Umgebung lässt sich Offroad-Jeep (organisiert vom Off-Road-Club) oder Sandboard fahren. Die Sumpfgebiete im Mündungsgebiet des Oranje sind ein Paradies für Vögel. Pelikane, Flamingos und Kormorane bevölkern das Areal. Um in die gesperrte Stadt zu gelangen, benötigt man gemäß Diamond Act eine “Einreisegenehmigung” (Permit), welche einige Zeit vor Besuch beantragt werden muss. Nicht-Namibische Staatsbürger brauchen zusätzlich einen Reisepass. Nach einem Zwischenstopp in der “Oasenstadt” mit rustikalen Lodges und Restaurants gelangt man beispielsweise zum Fish River Canyon bzw. Ai Ais Richtersveld Nationalpark.