Makgadikgadi-Pans-Wildreservat

Das Makgadikgadi-Pans-Wildreservat

Bei dem Makgadikgadi Pans Wildreservat geht es um ein Gebiet, welches in etwa die Größe von Portugal hat, nur mit dem Unterschied, dass dieses zum größten Teil von Menschen unbewohnt ist. Die Landschaft ist flach und kahl, verleiht das Gefühl unendlich zu sein und verfügt über keine speziellen Auffälligkeiten. Wenn Sie Ihr Augen dort in die Weite schweifen lassen, werden Sie sehen, wie sich die Wüste mit Horizont vereint. Dieses ist das Makgadikgadi-Becken und ist mit einer Größe von 12.000 km² ein Teil vom Kalahari-Becken. Es ist allerdings nicht mit Letzterem zu verwechseln, denn es ist eine von den weltweit größten Salzpfannen. Die meiste Zeit des Jahres ist die Landschaft ohne Wasser, sehr trocken und öde, daher lässt sie auch große Säugetiere missen. Unmittelbar nach der Regenzeit haben sich die zwei größten Pfannen, die im Westen liegende Ntwetwe und die im Osten befindliche Sowa, effektiv mit Wasser befüllt und sind dann ein Magnet für viele Tiere. Den Gnus und Zebras können Sie beim Weiden auf den mit grasbewachsenen Ebenen zusehen oder sich von den Flamingos in den Nata- und Sowa-Schutzgebieten verzaubern lassen. Die Anzahl der dort lebenden Flamingos reicht manchmal bis in die Hunderttausende. Des Weiteren kommen zu den mit Regenwasser aufgefüllten Pfannen noch die von der Jahreszeit abhängig gefüllten Flüsse. Im Osten sind es die Flüsse Mosetse, Nata, Semowane und Tutume. In Zeiten von besonders viel Niederschlag füllt sich auch der im Westen liegende Boteti gespeist durch den Okavango. Zu dieser Jahreszeit kommt es vor, dass sich die Pfannen zu einem strahlend blauen See werden, welcher sich über den Kieselstrand ergießt. Ein klarer Hinweis darauf, dass der Makgadikgadi in früheren Zeiten ein großer prähistorischer See war.
Forschungsergebnisse haben bewiesen, dass der Makgadikgadi ein Überbleibsel ist, von einem der größten Binnenseen, den es in Afrika je gegeben hat. Der berühmte Afrikaforscher Dr. David Livingstone hat im 19. Jahrhundert jene Pfannen durchquert und nahm sich zur Orientierungshilfe einen riesigen Affenbrotbaum, den Chapman´s Baobab. Das Alter dieses Affenbrotbaumes wird auf etwa 3.000 bis 4.000 Jahre geschätzt und bietet im ganzen Umkreis zudem die einzige Hilfe zur Orientierung. Bei heutigen Betrachtungen des beachtlichen Baumes wird einem bewusst, wie die Zeit gewesen sein muss, als dieser Kontinent zu großen Teilen noch völlig unerforscht war und wie die Forscher Leib und Leben aufs Spiel setzten, mit ihren Kräfte zerrenden Expeditionen durch die Wildnis Afrikas, nur mit der Unterstützung von Ochsenkarren.
Generell besteht das Makgadikgadi-Becken aus etlichen Pfannen. Die beiden größten sind Ntwetwe und Sowa, welche beide umgeben sind von zahllosen winzigeren Pfannen. In nördlicher Richtung von den zwei Pfannen liegen die Kaucaca Pan, Nxai Pan und die Kudiakam Pan. Inmitten dieser Pfannen finden Sie Wüstengebiete, Halbinseln, steinige Inseln und Sanddünen. Die Oberflächen dieser Pfannen sind äußerst salzhaltig, sodass dort keine Pflanzen wachsen, allerdings sind die Bereiche am Rand satt mit Gras bedeckt. Manche dieser früheren Ufersäume haben große Affenbrotbäume hervorgebracht und während der Sonnenuntergänge zaubern diese durch ihre Silhouetten traumhafte Landschaftsbilder.
Das Makgadikgadi-Pans-Wildreservat beansprucht mit seinem 3.900 km² großen Gebiet das westliche Areal der Ntwetwe-Pfanne. Das Reservat verfügt über viele Akazienwälder, weite Graslandschaften und grenzt an dem im Norden gelegenen Nxai-Pan-Nationalpark. Getrennt werden beide nur von der Straße, die von Nata aus nach Maun führt. Während der Regenzeit kann man in dem Makgadikgadi-Pans-Wildreservat sehr gut das Wild beobachten. Ganz besonders dann, wenn die gewaltigen Gnu- und Zebraherden mit ihrer Wanderung in das westliche Boteti starten. In diesem Reservat können Sie Tiere finden wie Kuhantilopen, Gämsantilopen, Kudus, Elenantilopen, Duckers, Steinböckchen, Giraffen, Buschböcke, Springböcke und Elefanten. Aber auch Raubtiere wie die äußerst seltene Schabrackenhyäne kann Ihnen hier über den Weg laufen.
Schon seit der Steinzeit werden Teile der Pfannen von Menschen besiedelt. Die Einwohner haben sich an die jeweils vorherrschenden klimatischen und geografischen Unterschiede angepasst. Archäologische Funde von zahlreichen Werkzeugen und Überresten wie Knochen und Gräten getöteter Tiere für ihre Nahrungsaufnahme sind Spuren, wie früh die Pfannen bereits besiedelt wurden. Die Region wird auch noch heute besiedelt. An den Pfannen und ihren Randbereichen wurden Dörfer wie Rakops, Nata, Mopipi, Gweta und Mmatshumo gebaut.

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