Kgalagadi Transfrontier Park

Kgalagadi Transfrontier Park

In dem Jahr 1999 wurde der Vertrag vom demokratischen Südafrika und Botswana unterschrieben, um den Weg zu ebnen, für die Gründung von Afrikas ersten grenzüberschreitendem Friedenspark. Die Unterzeichnung gilt als ein geschichtsträchtiges Ereignis. Die Pläne für ein derartiges gemeinsames Projekt zwischen dem Gemsbok National Park von Botswana und dem Kalahari Gemsbok National Park von Südafrika gab schon in dem Jahr 1989. Allerdings war eine der artige Partnerschaft inmitten der dunklen Jahre des in Südafrika vorherrschenden Apartheid Regimes vollkommen unmöglich. 1994 kam es dann in Südafrika zu den ersten freien Wahlen, und durch die helfende Unterstützung von der Peace Parks Foundation, nahmen die Verhandlung erste Formen an. Im Mai 2002 folgte dann die offizielle Eröffnung des Parkes. Beide Länder teilen sich heute das Schutzgebiet mit einer Größe von 37.000 km² und seine gigantische Wildnis. Das Reservat wird von beiden Ländern gemeinsam bewirtschaftet. Das gesamte Areal hat an keiner einzigen Stelle einen Zaun und daher können die Tiere sich ohne Einschränkungen auf den alten Wanderwegen bewegen. Dieser Fakt ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass das Wild in der Wüste überleben kann.
Der Kgalagadi-Transfrontier-Park liegt in Botswanas äußerstem Südwesten und grenzt an Südafrikas Provinz Northern Cape. Der Park wird betrieben als ökologische Struktureinheit. Der Erlös von den Eintrittsgeldern des Parkes wird von beiden Ländern zu gleichen Teilen geteilt. Allerdings ist das Land, indem sich der Park befindet, für die touristischen Einrichtungen zuständig. Durch die Zoll- und Einreisebestimmungen ist es möglich, in dem einen Land den Park zu betreten und ihn im anderen Land wieder zu verlassen. Der Zugang bei Twee Rivieren/Two Rivers ist die wichtigste Stelle für den Übergang. Sie finden hier sowohl Geschäfte, Chalets, ein Restaurant und Einrichtungen zum Campen. An dem ausgetrockneten Fluss Nossop entlang, befindet sich die Staatsgrenze zu Südafrika. Der Kgalagadi-Transfrontier-Park liegt zu drei Viertel im Raum Botswanas. Im Moment zählen zu den Besuchern des Parks hauptsächlich Individualreisende. Manche Veranstalter haben in ihrem Angebot auch mobile Touren. Die Regierung von Botswana hat bis zu dem Erscheinen der Broschüre insgesamt fünf Standpunkte freigegeben, damit private Investoren an den Stellen Lodges errichten können. Ihnen sind drei Hauptgebiete für Erkundungen ans Herz zu legen, das frühere Mabuasehube-Wildreservat im nordöstlichen Areal (gehört jetzt zum Kgalagadi-Transfrontier-Park), die in Botswana liegenden Wilderness Trails und das längs der Staatsgrenze zu Botswana und Südafrika verlaufende Tal des Nossop-Flusses. Der Park möchte seinen Besuchern das Gefühl der unberührten und echten Wildnis vermitteln und begrenzt daher streng die Anzahl von Touristen auf einem Campingplatz, die Anzahl von Übernachtungen, in der Regel eine einzige Nacht auf einem Campingplatz und die Anzahl an Fahrzeugen die gleichzeitig auf den Wildness Trails fahren dürfen. Aus diesen Gründen ist es Ihnen unbedingt zu empfehlen, ausreichend lang vorab zu buchen. Touristen vom Selbstfahrer-Camping müssen sich im Park mit mindestens zwei Fahrzeugen bewegen und wegen der sandigen Gegebenheiten sollten Sie auf optimal ausgerüstete Allrad-Fahrzeuge zurückgreifen.
Der Kgalagadi-Transfrontier-Park überzeugt mit einer atemberaubenden Landschaft. Die Bäume und Sträucher sind niedrig gewachsen und die Sanddünen erscheinen in unterschiedlichen Farben. Des Weiteren gibt es auch hier sattes Grasland und fossile Flusstäler. Die Tiere tummeln sich entlang der Wasserlöcher und allgemeine ist die Fauna im Park mehr als vielfältig. Sie haben hier die Möglichkeit sich ein Bild über die vielen verschiedenen Arten von Antilopen zu machen. Sie werden die in großer Zahl vertretenden Springböcke sehen, sowie Elenantilopen, Kuhantilopen und Gämsantilopen. Zudem leben in dem Park die berühmten Kalahari-Löwen mit ihren schwarzen Mähnen. Außerdem auch noch diverse Wildkatzen, Schabrackenhyänen und Schakale. Im Kgalagadi-Transfrontier-Park sind mehr als 170 verschieden Vogelarten zu Hause und somit ein absolutes Highlight für das Beobachten von Vögeln. So können Sie in nur wenigen Kilometern Umkreis von einem Campingplatz gut und gerne schon allein über 30 Vogelarten ausmachen.
In der Gegend um Mabuasehube erstrahlt die Landschaft aus einer Kombination von den für die Kgalagadi typischen Savannen aus Sträuchern und Bäumen. Aber es gibt auch zahlreiche Abschnitte von offenen Grassavannen. In diesem Teil des Parkes gibt es eine größere Anzahl von besonders großen Pfannen. Diese sind für viele Besucher der Hauptanlaufpunkt und verfügen über einige Plätze zum Campen. Die Campingplätze sind oft so platziert, dass Sie bereits von Ihrem Campingstuhl aus fantastische Wildbeobachtungen machen können. Drei von den großen Pfannen sind die Mabuasehube, Mpayathutlwa und Bosobogolo und befinden längs der Hauptstraße. Von den Sandwegen werden weitere Pfannen miteinander verbunden, so z.B. die Khiding, Leshologago und der fossile Talkomplex, welcher Monamodi genannt wird. Im letzteren können Sie die größeren Pfannen finden. Jede dieser Pfannen hat ihre eigene Individualität. Die Bosobogolo-Pfanne beispielsweise ist bewachsen mit dichtem, kurzen Gras und zieht so die Antilopen an, welche wiederum von den Raubtieren verfolgt werden. Die Mabuasehube-Pfanne hingegen hat einen mit salzigen Ton versehenen Boden, welcher die Tiere anlockt, damit diese sich durch das Lecken der Oberfläche mit lebenswichtigen Mineralien versorgen. Am Tage können Sie in Mabuasehube sämtliche Raubtiere sehen inklusive der Kalahari-Löwen mit ihren eindrucksvollen schwarzen Mähnen. Am Abend haben Sie die Chance kleinere Säugetiere wie die Schwarzfußkatze, der Erdwolf und den Kapfuchs zu erblicken.

© Copyright 2008-2019 African Dreamtravel, Germany, Am Drehmannshof 25, 47475 Kamp Lintfort - Website made in Germany · powered by Typisch Touristik GmbH