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Kgalagadi

Die semiaride Kgalagadi beansprucht über 84 Prozent der gesamten Fläche von Botswana nur für sich. Denkt man an eine Wüste fallen einem Begriffe ein wie öde, trocken und leblos. Jene Gedanken treffen jedoch nicht auf die Kgalagadi bzw. Kalahari zu. Sie verfügt über eine Fülle an natürlichen Ressourcen. Dazu zählen die weiten Graslandschaften, welche zeitgleich ihre Wildbestände ernährt, sondern auch die immer größer werdenden Herden von Rindern (ca. zwei Millionen). Somit unterstützt die Kgalagadi Afrikas drittgrößten Wirtschaftszweig, die Rinderzucht. Aber auch der Reichtum an Mineralien muss hier erwähnt werden. Ganz besonders gefördert wurde das Wirtschaftswachstum, in den vergangenen 35 Jahren, durch abgebauten Diamanten. Die Kgalagadi gibt ihre Schönheit nicht gleich auf den ersten Blick frei, jedoch verfügt sie über eine enorme Artenvielfalt der Pflanzen- und Tierwelt. Das umfassende Spektrum an Pflanzen begünstigt die Entstehung diverser Savannentypen wie beispielsweise Baum-, Strauch- und Grassavannen. Die Landschaft der Kalahari besteht überwiegend aus auf Dünenwellen stehenden einzelnen Baumreihen oder separaten Bäumen, niedrig gewachsenen Sträuchern und Ebenen, die mit Gras bewachsen sind. Die Kgalagadi wird von Besuchern, nach deren erstem Eindruck oftmals als öde bezeichnet, allerdings verfügt das überwiegend flache Gebiet über dezente topografische Verschiedenheiten. Zu benennen sind hier die Dünen, Gräben, pfannenartige Senken und fossile Täler. Die Wüste ändert ihr Äußeres nach der niederschlagsreichen Regenzeit. Kräftiges grünes Gras bestimmt dann das Bild der Kgalagadi und die mit Wasser aufgefüllten Pfannen, sind eine neue Quelle zum Aufblühen der Natur.
Eine Vielzahl der Wüstentiere inklusive der Kalahari-Löwen, Springböcke, Elenantilopen und Gämsantilopen haben sich optimal an die vorwiegend trockenen Verhältnisse der Kgalagadi angepasst und überleben auch länger ohne Wasser. Von den Antilopen wird beispielsweise Wasser während des Fressens früh am Morgen oder in der Nacht aufgenommen. Zu diesen Tageszeiten sind die Pflanzen, die sie fressen noch feucht. Zudem fressen sie die wilden Gurken und Wassermelonen (Sukkulenten) und bewegen sich während der heißen Stunden am Tage so gut wie gar nicht, damit die Körperflüssigkeit erhalten bleibt. Die Löwen der Kalahari ziehen ihren Bedarf an Wasser hingegen, aus ihren Beutetieren und deren Körperflüssigkeit. In der Kgalagadi leben unter anderem Duckers, Zebras, Kudus, Gnus, Kuhantilopen, Steinböckchen, Schabrackenhyänen, Leoparden, Löwen, Tüpfelhyänen und Geparden.
Im Allgemeinen ist die Kalahari ein Becken, wo sich durchgehend Sedimente ablagern und dann durch Sand verdeckt werden. Die Gegend hat ein großes geomorphologisches, ökologisches, vegetatives und klimatisches Spektrum vorzuweisen. Im nördlichen Teil der Wüste, Zaire, Gabon und Kongo, herrscht ein feucht-tropisches Klima vor und wird teilweise bestimmt von dem kongolesischen Entwässerungsbecken. Das Kerngebiet der Kgalagadi sind Botswana sowie die Nachbarländer Angola, Namibia, Südafrika, Simbabwe und Sambia. Hier sind die Verhältnisse eher dürr und trocken, außerdem gibt es so gut wie kein Oberflächenwasser. Insgesamt erstreckt sich die Kalahari über neun Länder in Afrika und bildet das größte verbundene Sandgebiet der Welt. Die Gesamtfläche beläuft sich auf ca. 2,5 Millionen km² und erstreckt sich über diverse ökologische Zonen sowie über 30 Breitengrade. Die Kgalagadi verfügt innerhalb Botswanas über zwei geografische Gebiete, welche einmalig sind, das Feuchtgebiet vom Okavango Delta und die Makgadikgadi Pans. Letztere bildeten laut Forschungsergebnissen, einst einen gigantischen prähistorischen See. Daraus lässt sich wiederum ableiten, dass die Kalahari in früheren Zeiten wesentlich feuchter war, als es heute der Fall ist.
Die Kgalagadi und deren Besiedlung durch Menschen, konnte bis in die frühe Steinzeit zurückverfolgt werden. In der mittleren Steinzeit bewohnten die San die Kalahari. Sie hatten sich eine Überlebensstrategie ausgearbeitet, welche vorbildlich auf ihr Umfeld abgestimmt war und so mit ihr im Einklang lebten. Die Sans entnahmen ihre Nahrungsmittel sowohl aus ihrem Bestand an Tieren als auch aus dem Boden. Inzwischen gibt es in zahlreichen Teilen der Kgalagadi Siedlungen, zu denen auch Rinderfarmen gehören. Zudem wurden insgesamt fünf Nationalparks und Wildreservate in dem großen botswanischen Teil der Wüste angelegt. Dazu gehören der Kgalagadi Transfrontier Park, das Khutse-Wildreservat, das Zentralkalahari-Wildreservat, der Nxai-Pan-Nationalpark und das Makgadikgadi-Pans-Wildreservat. Allesamt liegen in entlegenen Gebieten und in großen Entfernungen zueinander. Hierdurch wird das Gefühl unendlicher Weiten noch zusätzlich unterstützt.

Makgadikgadi-Pans-Wildreservat

Bei dem Makgadikgadi-Pans-Wildreservat geht es um ein Gebiet, welches in etwa die Größe von Portugal hat, nur mit dem Unterschied, dass dieses zum größten Teil von Menschen unbewohnt ist. Die Landschaft ist flach und kahl, verleiht das Gefühl unendlich zu sein und verfügt über keine speziellen Auffälligkeiten. Wenn Sie Ihr Augen dort in die Weite schweifen lassen, werden Sie sehen, wie sich die Wüste mit Horizont vereint. Dieses ist das Makgadikgadi-Becken und ist mit einer Größe von 12.000 km² ein Teil vom Kalahari-Becken. Es ist allerdings nicht mit Letzterem zu verwechseln, denn es ist eine von den weltweit größten Salzpfannen. Die meiste Zeit des Jahres ist die Landschaft ohne Wasser, sehr trocken und öde, daher lässt sie auch große Säugetiere missen. Unmittelbar nach der Regenzeit haben sich die zwei größten Pfannen, die im Westen liegende Ntwetwe und die im Osten befindliche Sowa, effektiv mit Wasser befüllt und sind dann ein Magnet für viele Tiere. Den Gnus und Zebras können Sie beim Weiden auf den mit grasbewachsenen Ebenen zusehen oder sich von den Flamingos in den Nata- und Sowa-Schutzgebieten verzaubern lassen. Die Anzahl der dort lebenden Flamingos reicht manchmal bis in die Hunderttausende. Des Weiteren kommen zu den mit Regenwasser aufgefüllten Pfannen noch die von der Jahreszeit abhängig gefüllten Flüsse. Im Osten sind es die Flüsse Mosetse, Nata, Semowane und Tutume. In Zeiten von besonders viel Niederschlag füllt sich auch der im Westen liegende Boteti gespeist durch den Okavango. Zu dieser Jahreszeit kommt es vor, dass sich die Pfannen zu einem strahlend blauen See werden, welcher sich über den Kieselstrand ergießt. Ein klarer Hinweis darauf, dass der Makgadikgadi in früheren Zeiten ein großer prähistorischer See war.
Forschungsergebnisse haben bewiesen, dass der Makgadikgadi ein Überbleibsel ist, von einem der größten Binnenseen, den es in Afrika je gegeben hat. Der berühmte Afrikaforscher Dr. David Livingstone hat im 19. Jahrhundert jene Pfannen durchquert und nahm sich zur Orientierungshilfe einen riesigen Affenbrotbaum, den Chapman´s Baobab. Das Alter dieses Affenbrotbaumes wird auf etwa 3.000 bis 4.000 Jahre geschätzt und bietet im ganzen Umkreis zudem die einzige Hilfe zur Orientierung. Bei heutigen Betrachtungen des beachtlichen Baumes wird einem bewusst, wie die Zeit gewesen sein muss, als dieser Kontinent zu großen Teilen noch völlig unerforscht war und wie die Forscher Leib und Leben aufs Spiel setzten, mit ihren Kräfte zerrenden Expeditionen durch die Wildnis Afrikas, nur mit der Unterstützung von Ochsenkarren.
Generell besteht das Makgadikgadi-Becken aus etlichen Pfannen. Die beiden größten sind Ntwetwe und Sowa, welche beide umgeben sind von zahllosen winzigeren Pfannen. In nördlicher Richtung von den zwei Pfannen liegen die Kaucaca Pan, Nxai Pan und die Kudiakam Pan. Inmitten dieser Pfannen finden Sie Wüstengebiete, Halbinseln, steinige Inseln und Sanddünen. Die Oberflächen dieser Pfannen sind äußerst salzhaltig, sodass dort keine Pflanzen wachsen, allerdings sind die Bereiche am Rand satt mit Gras bedeckt. Manche dieser früheren Ufersäume haben große Affenbrotbäume hervorgebracht und während der Sonnenuntergänge zaubern diese durch ihre Silhouetten traumhafte Landschaftsbilder.
Das Makgadikgadi-Pans-Wildreservat beansprucht mit seinem 3.900 km² großen Gebiet das westliche Areal der Ntwetwe-Pfanne. Das Reservat verfügt über viele Akazienwälder, weite Graslandschaften und grenzt an dem im Norden gelegenen Nxai-Pan-Nationalpark. Getrennt werden beide nur von der Straße, die von Nata aus nach Maun führt. Während der Regenzeit kann man in dem Makgadikgadi-Pans-Wildreservat sehr gut das Wild beobachten. Ganz besonders dann, wenn die gewaltigen Gnu- und Zebraherden mit ihrer Wanderung in das westliche Boteti starten. In diesem Reservat können Sie Tiere finden wie Kuhantilopen, Gämsantilopen, Kudus, Elenantilopen, Duckers, Steinböckchen, Giraffen, Buschböcke, Springböcke und Elefanten. Aber auch Raubtiere wie die äußerst seltene Schabrackenhyäne kann Ihnen hier über den Weg laufen.
Schon seit der Steinzeit werden Teile der Pfannen von Menschen besiedelt. Die Einwohner haben sich an die jeweils vorherrschenden klimatischen und geografischen Unterschiede angepasst. Archäologische Funde von zahlreichen Werkzeugen und Überresten wie Knochen und Gräten getöteter Tiere für ihre Nahrungsaufnahme sind Spuren, wie früh die Pfannen bereits besiedelt wurden. Die Region wird auch noch heute besiedelt. An den Pfannen und ihren Randbereichen wurden Dörfer wie Rakops, Nata, Mopipi, Gweta und Mmatshumo gebaut.

Kubu Island

Kubu Island ist eine der begehrtesten Sehenswürdigkeit von Makgadikgadi und liegt in der Nähe vom südwestlichen Uferbereich der Sowa-Pfanne. Bei Kubu Island handelt es sich um eine geringe felsige Anhöhe, die geformt ist wie ein Halbmond. Die Länge beträgt ca. einen Kilometer und die Hanglagen sind bedeckt von fossilen Überresten abgeschliffenen Gerölls. Letztere lassen auf den prähistorischen See und dessen Wasserstände zurück schließen. Von den früher dort beheimateten Wasservögeln abstammender fossilisierter Guano, hat zahlreiche Steine bedeckt. Auf Kubu Island sind viele Affenbrotbäume in den skurrilsten Formen gewachsen. Diese sind wiederum umgeben von der weißen salzgetränkten Oberfläche der Pfanne, was dafür sorgt, dass eine Stimmung entsteht, die einen erschaudern lassen kann. Sieht man von der herausragenden Schönheit und seiner gespenstig wirkenden Abgeschiedenheit ab, kann Kubu Island zahlreiche historische und archäologische Funde aufweisen. Diese liefern nicht nur Hinweise auf die neuere Geschichte, sondern auch auf die frühe Besiedlung durch Menschen. Auch heute kommt es auf der kleinen Insel und entlang ihrer einstigen Uferlinien immer noch zu Funden von Pfeilspitzen und Steinzeitwerkzeugen. Auf Kubu Island gibt es zudem Steinwälle und eine runde Mauer aus Steinen, woraus man schließen kann, dass die Insel eventuell früher den Randgebieten vom Reich Groß-Simbabwe angehörte. Sein Zentrum Masvingo befand sich dann in dem jetzigen Simbabwe.

Nata Sanctuary

Das Nata Sanctuary ist Botswanas erstes Schutzprojekt, welches auf der Basis einer Gemeinschaft gründet. Betrieben und geleitet wird es von Einwohnern aus vier hiesigen Dorfgemeinschaften (Manxotae, Maphosa, Nata und Sepako). Nata Sanctuary stellt ein effektives Beispiel dafür, dass es eine nicht konsumorientierte Nutzung des Wildbestandes gibt. Jeglicher finanzielle Erlös kommt direkt den Dorfgemeinschaften zugute. Sämtliche Einnahmen im Schutzgebiet durch die Tourismuswirtschaft werden unter den vier Gemeinschaften aufgeteilt. Sie verwenden ihre verfügbaren Geldbestände für Projekte in der Entwicklung, über die sie selbst beschließen und welche von ihnen benötigt werden. Für die Errichtung des Schutzgebietes haben die vier Dörfer freiwillig ihre ca. 3.000 Rinder in ein Gebiet umgesiedelt, welches außerhalb liegt. Im Jahr 1993 eröffnete das Nata Sanctuary für Touristen und im selben Jahr wurde es bereits mit der Auszeichnung Tourismus für die Zukunft (Tourism for Tomorrow) geehrt. Das Schutzgebiet verfügt über eine 250 km² große Gesamtfläche, welche zum einen aus Pfannen besteht und zum anderen aus Grasland. Die Pfannen sind hier leicht zu erreichen und für Touristen gibt es hier einige Campingeinrichtungen, die sowohl preisgünstig als auch herzlich sind. Während der Hochsaison gibt es hervorragende Möglichkeiten um die Wildtiere und Vögel zu beobachten. Gänse, Pelikane, Flamingos und Enten scharren sich zu Tausenden um die Pfannen, wenn sie voll mit Wasser sind. Der Anblick wird Ihnen mit Sicherheit die Sprache verschlagen. Des Weiteren gibt es einen Beobachtungsplatz, der höher gelegen ist und Ihnen ein beeindruckendes Panorama ermöglicht.

Nxai-Pan-Nationalpark

Der Nxai-Pan-Nationalpark umfasst eine Fläche von 2.100 km² und ist zugehörig zum breiten Makgadikgadi-Becken. In dem Nationalpark befinden sich diverse kleinere Pfannen wie die Kudiakam Pan, Kgama-Kgama Pan und die Nxai Pan. Allesamt waren früher Salzseen. Die großen Pfannen sind inzwischen von Gras bewachsen und es gibt vereinzelt Inseln aus Akazienbäumen. Im Verlauf der Regenzeit laufen die kleinen Pfannen voll mit Wasser und dienen dann als Tränke für viele Wildtiere. Die Möglichkeiten zur Wildbeobachtung hängen von der Jahreszeit ab, ob es regnet und wie die Tiere wandern. Im Nxai-Pan-Nationalpark gibt es einige künstlich angelegte Wasserstellen. Bei viel Niederschlag eignet sich vor allem die Zeit von Dezember bis April für eine Reise in den Nationalpark. Oft gesichtet werden hier Löffelhunde, Zebras, Wildhunde, Impalas, Gnus, Giraffen, Springböcke, Löwen, Gämsantilopen, Geparden, Kuhantilopen und Schabrackenhyänen. Gelegentlich kommt es auch zu Sichtungen von Büffeln und Elefanten. Der Nxai-Pan-Nationalpark liegt nur etwa 50 km entfernt von der Straße, die von Nata nach Maun führt. Aus diesem Grund ist der Park einer der am leichtesten zu erreichenden Regionen vom Makgadikgadi-Becken.

Baines' Baobabs

Vom Nxai-Pan-Nationalpark und seinem Eingang liegen in ca. 30 km Entfernung die Baines-Affenbrotbäume. Sie zählen zu einer der Attraktionen für die Touristen, in dieser Region Botswanas. Auf einer Insel oder Anhöhe haben Sie einen perfekten Ausblick auf die krustig-weiße Kudiakam-Pfanne. Außerdem befinden sich hier sieben Affenbrotbäume, die geradezu königlich herausragen. Benannt wurden sie nach dem Forscher Thomas Baines, der im 19. Jahrhundert hier unterwegs war. Über einhundert Jahre sind vergangen, seitdem Baines an genau dieser Stelle stand und vor der sich seit jeher kaum veränderten Landschaft ein Bild zeichnete. Thomas Baines war seines Zeichens Kartograf, Naturforscher, Forschungsreisender und Künstler. In den Jahren 1861 bis 1863 unternahm Baines zusammen mit dem Kollegen James Chapman eine zweijährige Expedition, beginnend von Namibia bis hin zu den Victoriafällen. Ihre Reisen unternahmen sie zu Fuß und mit Pferdegespannen. Geführt und begleitet wurden sie immer von Einheimischen, die entweder den Sans, Hottentotten oder Damaras angehörten. Bei ihren Reisen kam es immer wieder zu heiklen Situationen, die sie zu bewältigen hatten, und auch die harten Seiten der Wüste wie Krankheit, Hunger und Durst stellten sie auf harte Proben. Außerdem kam es öfters vor, dass sie von ihren Führern im Stich gelassen wurden und diese sogar noch die Vorräte stahlen. Doch jeglichen Schwierigkeiten und Problemen zum Trotz entstand ein Reisebericht, indem Baines das wunderbare und schöne Afrika voller Würde ehrt. Er beschreibt unter anderem das Gefühl, dass er während seiner ganzen Reisen nie die Bewunderung für die Gegenstände der Natur beiseitelassen konnte und er sich manchmal dabei erwischte wie er vorzugsweise einer Antilope nachschaute als sich um die Dinge zu kümmern, die hinter ihm waren. Die Zeichnung von Baines zeigen die kleine Insel mit dem blühenden Affenbrotbaum und Planwagen sowie Menschen die dabei sind ihre Pferde zu versorgen. Der Forschungsreisende hat Gemälde, Zeichnungen, Skizzen und Tagebücher hinterlassen, wovon jedes einzelne Dokument, ein einmaliger und faszinierender Zeitzeuge, einer elementaren Epoche der Historie Südafrikas ist.

Zentralkalahari-Wildreservat

Das Zentralkalahari-Wildreservat wird Ihnen gleich bei der Ankunft Ihren Atem rauben. Sie werden gefesselt sein, von einer Landschaft, die unendlich zu sein scheint und deren Schönheit kaum zu begreifen ist. Das Reservat bieten Ihnen goldglänzendes Grasland, welches Ihnen bis zu den Hüften reicht. Gelegentlich wird die Landschaft aus Gras von kleinen Büschen und Bäumen gestoppt. Die blanken und weiten Pfannen des Zentralkalahari-Wildreservats zeigen sich als ein mächtiger weißer Streifen von ebenem Land, welches mit dem Horizont zu verschmelzen scheint. In der Nacht können Sie sich entführen lassen von den unzähligen hell glänzenden Sternen am Nachthimmel. Das Wildreservat ist in Südafrika das Reservat, welches am entlegensten und am größten ist. Mit einer Gesamtfläche von 52.800 km² ist das Zentralkalahari-Wildreservat das weltweit zweitgrößte Wildreservat. Im Sommer, wenn es regnet oder kurz nach dem Regen, können Sie im nördlichen Teil des Gebietes und dessen flachem Grasland zahllose Wildtiere entdecken. Es finden sich hier dann große Herden von Giraffen, Gnus, Springböcken, Elenantilopen, Gämsantilopen und Kuhantilopen zusammen. Hingegen während der anderen Jahreszeiten, in denen die Region von weniger Tieren aufgesucht wird, stellt sich die wilde und unberührte Landschaft in den Vordergrund. Das Bild der Landschaft wird hauptsächlich bestimmt von Akazien, die auf dem Kalaharisand wachsen, von Sanddünen, Gebüschen von Gelbholz, ebenen fossilen Flusstälern, Pfannen, Apfelblattbäumen und inmitten immer wieder sattes Grasland. Eine Besonderheit vom Zentralkalahari-Wildreservat ist die Tatsache, dass 1961 eigentlich errichtet wurde für das San-Volk. Im Herzen von Botswana und in der Kalahari sollte ein Schutzgebiet für die Sans entstehen, welches sie vor der Außenwelt schützen sollte, damit sie in ihrer traditionellen Lebensart des Sammelns und Jagen, nicht gestört oder beeinflusst werden. Ca. 30 Jahre lang durfte das Wildreservat von Außenstehenden nicht betreten werden. Erst in den 80er- bis 90er-Jahren hat mit in kleinen und vor allem massiv kontrollierten Zahlen gemanagte Touren und Selbstfahrer-Safaris gestattet. Über den Chobe-Fluss und das Okavango Delta hinaus hat Botswanas Regierung Pläne verabschiedet, für die Erweiterung des Tourismus. Weitergehend auch Konzessionsgebiete zugewiesen zum Erbauen von Lodges, zum einen im Inneren des Wildreservats und zum anderen an der Peripherie. Zudem wurde Touristen die Anreise mit dem Flugzeug erlaubt. Zu den besonderen Highlights gehört das Deception Valley, zu deutsch "Tal der Täuschungen". Es liegt im Norden und lockt durch seine süßes Gras inmitten und nach der Regenzeit, eine Menge Pflanzenfresser an, denen wiederum folgen die Raubtiere. Das Deception Valley ist im Zentralkalahari-Wildreservat der Teil, welcher am häufigsten besucht wird. Es gibt hier diverse Plätze zum Campen und ist zudem nah an dem östlichen Matswere Gate. In der unmittelbaren Umgebung von den Orten Tsau und Xade und somit auf der gegenüberliegenden Seite vom Wildreservat befinden sich die zwei anderen Gates. Auch diese haben öffentliche Plätze zum Campen. Im Norden vom Deception Valley gibt es weitere interessante Ausflugsziele, die Leopard-Pfannen, die Sunday-Pfannen und das Passarge Valley. In südlicher Richtung hingegen finden Sie die Pipers-Pfanne.

Khutse-Wildreservat

Das Khutse-Wildreservat wird nicht nur von Touristen besucht, sondern auch von den Bürgern Gaborones. Der Grund liegt in der überdurchschnittlich guten Zugangsmöglichkeit und weil es nah an der Hauptstadt des Landes liegt. Die Fahrt durch das Wildreservat führt über eine Strecke von 240 km, vorbei an faszinierenden Kalahari-Dörfern inklusive dem "Tor zur Kalahari", das Dorf Molepolole. Im Norden grenzt der Park an das Zentralkalahri-Wildreservat. Beide Reservate sind nicht durch Zäune voneinander getrennt. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 2.500 km² und beinhaltet beinah jeden Lebensraum der Kalahari. Fossile Dünen, blanke als auch mit Gras bewucherte Pfannen, Flussbetten und dezent bergiges Grasland. Der Park ist ein Teil eines aus alter Zeit stammendem Flusssystem. Dieses floss früher nordöstlich in den Makgadikgadi-See. Ausgetrocknete Flusstäler und die Khutse-Pfannen sind Überbleibsel jeder Flusslandschaft. Zum Schutzgebiet erklärt wurde das Khutse-Wildreservat offiziell im Jahr 1971 wurde. Das Wort Khutse bedeutet übersetzt übrigens; "Ort, wo du niederknien und trinken kannst". Zudem war es in Botswana das zweite Reservat, welches auf einem Stammesgebiet errichtet wurde. Das im Okavango liegende Moremi-Wildreservat ist das Erste gewesen. Extra ausgeschilderte besondere Pfannen, die von Tieren explizit in und nach niederschlagsreichen Zeiten aufgesucht werden, sind das Ziel vieler Pirschfahrten. Zu diesen speziellen Pfannen gehören die Molose-, Moreswa- und Motailane-Pfannen. Des Weiteren gibt es die künstlich angelegten Wasserlöcher von Molose und Moreswa, die zwischendurch immer mal wieder mit Wasser befüllt werden, um auch im restlichen Jahr Wildbeobachtungen möglich zu machen. Am wahrscheinlichsten treffen Sie hier Tiere an wie Gämsantilopen, Kuhantilopen, Gnus, Kudus, Giraffen, Steinböckchen, Schabrackenschakale, Duckers und in großer Anzahl Springböcke. Aber auch die Raubtiere Leopard, Löwe, Gepard, die vom Aussterben bedrohte Schabrackenhyäne und andere Kleinkatzen werden Sie hier sichten können. Das Zentralkalahari-Wildreservat hat Ihnen einige interessante Wegschleifen zu bieten. Die kürzeste Wegschleife ist die nördliche zu den Mohurusile- und Sekhushwe-Pfannen. Sie sind ca. 24 km entfernt von dem Zentralbereich des Parkes. Eine längere Wegschleife leitet zu der ca. 64 km entfernten Moreswa-Pfanne. Eine weitere Schleife hat eine Strecke von 120 km. An der Peripherie des Wildreservats haben sich die beiden Völker Bakgalagadi und San niedergelassen, sie sind Kgalagadis ursprüngliche Bewohner. Bei ihnen haben Sie die Möglichkeit Gegenstände der traditionellen Handwerkskunst zu kaufen. In 10 km Entfernung zu der Einfahrt des Zentralkalahari-Wildreservats finden Sie die Khutse Kalahari Lodge, hier können Sie Wanderungen buchen, die von Sans begleitet werden.

Kgalagadi-Transfrontier-Park

In dem Jahr 1999 wurde der Vertrag vom demokratischen Südafrika und Botswana unterschrieben, um den Weg zu ebnen, für die Gründung von Afrikas ersten grenzüberschreitendem Friedenspark. Die Unterzeichnung gilt als ein geschichtsträchtiges Ereignis. Die Pläne für ein derartiges gemeinsames Projekt zwischen dem Gemsbok National Park von Botswana und dem Kalahari Gemsbok National Park von Südafrika gab schon in dem Jahr 1989. Allerdings war eine der artige Partnerschaft inmitten der dunklen Jahre des in Südafrika vorherrschenden Apartheid Regimes vollkommen unmöglich. 1994 kam es dann in Südafrika zu den ersten freien Wahlen, und durch die helfende Unterstützung von der Peace Parks Foundation, nahmen die Verhandlung erste Formen an. Im Mai 2002 folgte dann die offizielle Eröffnung des Parkes. Beide Länder teilen sich heute das Schutzgebiet mit einer Größe von 37.000 km² und seine gigantische Wildnis. Das Reservat wird von beiden Ländern gemeinsam bewirtschaftet. Das gesamte Areal hat an keiner einzigen Stelle einen Zaun und daher können die Tiere sich ohne Einschränkungen auf den alten Wanderwegen bewegen. Dieser Fakt ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass das Wild in der Wüste überleben kann.
Der Kgalagadi-Transfrontier-Park liegt in Botswanas äußerstem Südwesten und grenzt an Südafrikas Provinz Northern Cape. Der Park wird betrieben als ökologische Struktureinheit. Der Erlös von den Eintrittsgeldern des Parkes wird von beiden Ländern zu gleichen Teilen geteilt. Allerdings ist das Land, indem sich der Park befindet, für die touristischen Einrichtungen zuständig. Durch die Zoll- und Einreisebestimmungen ist es möglich, in dem einen Land den Park zu betreten und ihn im anderen Land wieder zu verlassen. Der Zugang bei Twee Rivieren/Two Rivers ist die wichtigste Stelle für den Übergang. Sie finden hier sowohl Geschäfte, Chalets, ein Restaurant und Einrichtungen zum Campen. An dem ausgetrockneten Fluss Nossop entlang, befindet sich die Staatsgrenze zu Südafrika. Der Kgalagadi-Transfrontier-Park liegt zu drei Viertel im Raum Botswanas. Im Moment zählen zu den Besuchern des Parks hauptsächlich Individualreisende. Manche Veranstalter haben in ihrem Angebot auch mobile Touren. Die Regierung von Botswana hat bis zu dem Erscheinen der Broschüre insgesamt fünf Standpunkte freigegeben, damit private Investoren an den Stellen Lodges errichten können. Ihnen sind drei Hauptgebiete für Erkundungen ans Herz zu legen, das frühere Mabuasehube-Wildreservat im nordöstlichen Areal (gehört jetzt zum Kgalagadi-Transfrontier-Park), die in Botswana liegenden Wilderness Trails und das längs der Staatsgrenze zu Botswana und Südafrika verlaufende Tal des Nossop-Flusses. Der Park möchte seinen Besuchern das Gefühl der unberührten und echten Wildnis vermitteln und begrenzt daher streng die Anzahl von Touristen auf einem Campingplatz, die Anzahl von Übernachtungen, in der Regel eine einzige Nacht auf einem Campingplatz und die Anzahl an Fahrzeugen die gleichzeitig auf den Wildness Trails fahren dürfen. Aus diesen Gründen ist es Ihnen unbedingt zu empfehlen, ausreichend lang vorab zu buchen. Touristen vom Selbstfahrer-Camping müssen sich im Park mit mindestens zwei Fahrzeugen bewegen und wegen der sandigen Gegebenheiten sollten Sie auf optimal ausgerüstete Allrad-Fahrzeuge zurückgreifen.
Der Kgalagadi-Transfrontier-Park überzeugt mit einer atemberaubenden Landschaft. Die Bäume und Sträucher sind niedrig gewachsen und die Sanddünen erscheinen in unterschiedlichen Farben. Des Weiteren gibt es auch hier sattes Grasland und fossile Flusstäler. Die Tiere tummeln sich entlang der Wasserlöcher und allgemeine ist die Fauna im Park mehr als vielfältig. Sie haben hier die Möglichkeit sich ein Bild über die vielen verschiedenen Arten von Antilopen zu machen. Sie werden die in großer Zahl vertretenden Springböcke sehen, sowie Elenantilopen, Kuhantilopen und Gämsantilopen. Zudem leben in dem Park die berühmten Kalahari-Löwen mit ihren schwarzen Mähnen. Außerdem auch noch diverse Wildkatzen, Schabrackenhyänen und Schakale. Im Kgalagadi-Transfrontier-Park sind mehr als 170 verschieden Vogelarten zu Hause und somit ein absolutes Highlight für das Beobachten von Vögeln. So können Sie in nur wenigen Kilometern Umkreis von einem Campingplatz gut und gerne schon allein über 30 Vogelarten ausmachen.
In der Gegend um Mabuasehube erstrahlt die Landschaft aus einer Kombination von den für die Kgalagadi typischen Savannen aus Sträuchern und Bäumen. Aber es gibt auch zahlreiche Abschnitte von offenen Grassavannen. In diesem Teil des Parkes gibt es eine größere Anzahl von besonders großen Pfannen. Diese sind für viele Besucher der Hauptanlaufpunkt und verfügen über einige Plätze zum Campen. Die Campingplätze sind oft so platziert, dass Sie bereits von Ihrem Campingstuhl aus fantastische Wildbeobachtungen machen können. Drei von den großen Pfannen sind die Mabuasehube, Mpayathutlwa und Bosobogolo und befinden längs der Hauptstraße. Von den Sandwegen werden weitere Pfannen miteinander verbunden, so z.B. die Khiding, Leshologago und der fossile Talkomplex, welcher Monamodi genannt wird. Im letzteren können Sie die größeren Pfannen finden. Jede dieser Pfannen hat ihre eigene Individualität. Die Bosobogolo-Pfanne beispielsweise ist bewachsen mit dichtem, kurzen Gras und zieht so die Antilopen an, welche wiederum von den Raubtieren verfolgt werden. Die Mabuasehube-Pfanne hingegen hat einen mit salzigen Ton versehenen Boden, welcher die Tiere anlockt, damit diese sich durch das Lecken der Oberfläche mit lebenswichtigen Mineralien versorgen. Am Tage können Sie in Mabuasehube sämtliche Raubtiere sehen inklusive der Kalahari-Löwen mit ihren eindrucksvollen schwarzen Mähnen. Am Abend haben Sie die Chance kleinere Säugetiere wie die Schwarzfußkatze, der Erdwolf und den Kapfuchs zu erblicken.

Ghanzi

In Botswana ist Ghanzi das Zentrum von der Rinderzucht. Es gibt hier über 200 Rinderfarmen auf insgesamt 6 Prozent des Raumes von Botswana. Sie liegen allesamt eng nebeneinander und werden mit Zäunen voneinander abgetrennt. Dieses Gebiet ist weltweit bekannt, eine der besten Regionen für die Rinderzucht zu sein. Das Fleisch ist überdurchschnittlich qualitativ hochwertig und stammt von Rindern, die stets freilaufend sind. Das Rindfleisch, welches von der Botswana Meat Commission, kurz BMC, überwiegend in die EU und nach Großbritannien exportiert wird, kommt zu 75 Prozent aus Ghanzi und seinen Farmern. In diesem Land ist der drittgrößte Wirtschaftszweig die Rinderzucht.
Die Stadt Ghanzi besteht aus einem Gemisch von ethnischen Gruppen wie der Afrikaaner, der Herero, der Sans, der Batawana und der Bakgalagadi. Sie siedeln seit dem Ende vom 19. Jahrhundert in dieser Region.
Vom weiten Farmland östlich gelegen dehnt sich das gigantische Zentralkalahari-Wildreservat aus. Dazwischen befindet sich ein 58 km weitläufiger Streifen von Nichts. Wie eine Art Freiraum zwischen den Farmern und der Wildnis, zwischen deren Vieh und den Kalahari-Raubtieren.
Einige dieser Rinderfarmen haben Wildlife-Konzessionsgebiete und Game Ranches. Im Genauen wurde ihnen Land zugewiesen, welches sich in der unmittelbaren Umgebung ihrer Farm befindet. So können Besucher für die Beobachtung von Wild kommen und für Ausflüge in das Reservat. Wanderungen in der Wüste können unter Führung von Sans stattfinden. Diese werden Ihnen dann ihre traditionelle Art und Weise zu Leben in der Wüste vorstellen, und wie sie respektvoll mit den Wasser- und Nahrungsressourcen umgehen.
Sie können bei der Unterkunft wählen, zum einen gibt es in Ghanzi Chalets oder luxuriöse Rondavels und zum anderen können Sie direkt vor Ort in Grashütten nächtigen.
Die Kuru Family of Organisation ist eine Gruppe, die sich aus sieben unterschiedlichen Organisationen zusammensetzt. Ihr Ziel ist das San-Volk und deren Kultur zu fördern. Des Weiteren fördern und unterstützen sie äußerst begabte Maler aus dem Volk. Viele von ihnen haben sogar schon im Ausland ihre Werke ausgestellt und auch verkauft. Hauptthema dieser sehr fantasiereichen und bunten Ölbilder ist die Beziehung von Mensch und Natur.
Die Organisation Gantsicraft ist ebenfalls Mitglied der Kuru Family und verhilft den ländlichen Einwohner vom Distrikt zu Einkommensquellen. Sie schalten für die Bewohner und ihre Handwerkskunst Werbung und vertreiben diese national und international. Von ihnen wird in Ghanzis Zentrum ein Geschäft betrieben, welches die hochwertigen Erzeugnisse wie Lederwaren, Schmuck aus Straußeneiern, Jagdsets, Gürtel, traditionellen Musikinstrumenten und Holzschnitzereien der San verkauft.

Khama Rhino Sanctuary

Das Khama Rhino Sanctuary bietet einer Reihe Tiere, darunter auch den Breitmaul- und Spitzmaulnashörnern ein sicheres Zuhause. Wenn Sie auf der Reise in die Reservate in nördlicher Richtung sind, dann ist es durchaus lohnenswert in diesem Schutzgebiet einen Halt zu machen. Das Khama Rhino Sanctuary ist sowohl für Touristen als auch für Einheimische ein gern gewähltes Ziel für einen Ausflug am Wochenende. Der Park befindet sich nur etwa 20 km von dem geschichtsträchtigen Ort Serowe entfernt und ist besonders leicht zu erreichen. Das Schutzgebiet wird von den Bewohnern des Dorfes betrieben und ermöglicht Vogelbeobachtungen, Wanderungen durch den Busch und Pirschfahrten. Außerdem hat man im Khama Rhino Sanctuary ein Bildungszentrum eröffnet, welches von Schulklassen des gesamten Landes aufgesucht wird. Hier wird ihnen Wichtiges über die eigene Umwelt gelehrt. Sie haben aber auch die Möglichkeit im Busch sich mit Spaß und Spiel zu vergnügen. Gegründet wurde das Schutzgebiet im Jahr 1989 aus der Initiative heraus, der in Botswana immer schlimmer werdenden Lage der Wilderei von Nashörnern Einhalt zu gebieten. Früher waren in Botswana die Breitmaul- und die Spitzmaulnashörner in großen Zahlen vorhanden. Zu Beginn der 80er-Jahre hingegen waren sie hier vom Aussterben bedroht und das obwohl, sie seit dem Jahr 1922 unter Artenschutz standen. Umweltaktivisten und der Paramount Chief der Bangwato gaben den Anstoß dafür, dass die Serowes Einwohner sich dazu entschlossen haben, ein Schutzgebiet zu gründen, damit sich der Bestand der Nashörner wieder erholen kann. 1922 hat der Chobe-Nationalpark vier seiner Breitmaulnashörner hierher umgesiedelt, sie waren die Ersten. Es folgten noch weitere acht, aus Nationalparks vom Nordwesten Südafrikas. 2002 erfolgte dann die Wiederansiedlung von den immens bedrohten Spitzmaulnashörnern. Die Wiederansiedlungen wurden ein voller Erfolg und die Bestände der beiden Arten haben sich gut entwickelt. Die Mitarbeiter vom Schutzgebiet haben hier ein besonderes wachsames Auge und auch die botswanische Armee unternimmt hier immer wieder Patrouillengänge. Inzwischen ist die Population der Breitmaulnashörner im Khama Rhine Sanctuary auf 35 angestiegen. Des Weiteren agiert das Schutzgebiet auch als Zuchtgebiet damit das Makgadikgadi-Becken, das Moremi-Wildreservat, das Northern-Tuli-Wildreservat und andere Region wieder bevölkert werden können mit Tieren, deren Art stark bedroht ist. Im Jahr 2008 ist dank der fürsorglichen Mitarbeiter, im Park das erste Spitzmaulnashorn geboren.

Serowe

Serowe ist ein stetig größer werdender Ort und hat sich in mehreren Aspekten als ein entscheidender Hüter von der jüngeren Historie Botswana herausgestellt. Ab dem Jahr 1885 begann die Zeit des britischen Protektorats Bechuanaland und inmitten dieser Periode siedelten sich in Serowe zahlreiche Händler und Missionare an. Als Wegmarkierung für die allerersten Reisenden wurden zwei gigantische Leadwood-Bäume genutzt. Diese sind auch noch heute an jenem genutzten Sandweg zu finden. Im Jahre 1902 verließ das Volk um die Ngwato den Ort Old Palapye und haben in der bergigen und daher geschützten Region in Serowe Zuflucht gesucht. Zudem war die Gegend fruchtbar und grün. Serowe wurde im Laufe der Zeit so zahlreich besiedelt, dass er über Jahre hinweg in Subsahara-Afrika als das größte Dorf angesehen wurde. Der hohe Turm der Kirche, welche von der Londoner Missionsgesellschaft errichtet worden war, ist das Wahrzeichen von Serowe und war es auch schon für die Forscher und Missionare, die aus entfernten Ländern hierhin kamen. Die Kirche ist mit den originalen Steinen gebaut worden, die im Ursprung für ihre Erbauung in Old Palapye genutzt wurden. Der erste Präsident und Gründer des Landes "Sir Seretse Khama" ist in Serowe geboren. Die viel diskutierte Heirat mit seiner Frau Ruth Williams, eine Engländerin, hat zu ausschweifendem Drama geführt, welches sich hauptsächlich in Serowe abspielte. Mit einer Genehmigung können Sie noch heute die Gräber der beiden auf dem Friedhof besuchen. Zum Gedenken an seinen zehnten Todestag wurde eine eindrucksvolle Statue von ihm erbaut. Sie befindet sich an dem Fuße des Serowe Hill, dem traditionellen Gerichts- und Versammlungsplatz, dem Kgotla.
Das Khama III Memorial Museum wurde nach den Vater Seretses benannt. Dieser starb, als er selbst noch ein Kind war. Das Museum ist in einem roten viktorianischen Bau untergebracht. In jüngster Zeit wurde es restauriert und beherbergt eine umfassende Sammlung zu der Fotos, Uniformen, Möbelstücke und Korrespondenzen gehören. Sie geben die Geschichte von der Familie Khama wieder sowie die geschichtliche Entwicklung vom Ort Serowes.


Karte Zentral Botswana

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Kgalagadi: -24.755029, 21.856859
Makgadikgadi-Pans-Wildreservat: -20.450692, 24.809269
Kubu Island: -20.893000, 25.819000
Nata Sanctuary: -20.288001, 26.298888
Nxai-Pan-Nationalpark: -20.095491, 24.809269
Baines\' Baobabs: -20.112142, 24.769111
Zentral Kalahari Wildreservat: -21.156610, 24.006861
Khutse-Wildreservat: -23.422269, 24.048801
Kgalagadi-Transfrontier-Park: -25.439894, 20.902977
Ghanzi: -21.696099, 21.648186
Khama Rhino Sanctuary: -22.234438, 26.720020
Serowe: -22.403683, 26.714283