Tsodilo Hills Reisebericht

Tsodilo-Hills-Landschaft

Mein Reisebericht

Bei unserer Reise mit African Dreamtravel nach Namibia und Botswana besuchten wir auch Tsodilo Hills.
Auf dem Weg von der namibischen Grenzstation bei Mohembo (Namibia) über Shakawe (Botswana) nach Süden bietet sich ein Abstecher zu den Tsodilo Hills an. Wir sind im Ngamiland im äußersten Nordwesten Bostwanas. Von der A35 sind es auf einer im Moment (Jan 2016) ganz neu hergerichteten, breiten Schotterstraße ca. 35 km nach Südwesten.

Am Ende der Straße erreicht man ein kleines Dorf bei dem man rechts abbiegt und sich an der Stätte registriert. Man muss Eintritt bezahlen und sich später einen Guide nehmen, um die Felsmalereien zu erkunden.

  • UNESCO Kulturerbe seit 2001

Vier breite Hügel erheben sich fast pyramidenartig ca. 400 m aus der Ebene, der Höchste ist mit insgesamt 1.489 m Botswanas höchster Berg. Tsodilo Hills gilt als heiliger Ort für die hier lebenden San (Buschmänner), als Ruhestätte der Geister ihrer Vorfahren, „Mountain of the Gods“.

Tsodilo Hills EingangDrei dichter beieinanderliegende Felsen, so sagt die Legende der San, seien der „Mann“, die „Frau“ und das „Kind“. Ein Vierter befindet sich etwas abseits und soll die ungeliebte und streitlustige erste Ehefrau des Mannes sein – nachdem er ihr überdrüssig war, habe er sie verstoßen und eine zweite Frau geheiratet. In der Sprache der hier lebenden San bedeutet Tsodilo so etwas wie: „Der Fels, der flüstert“. Und tatsächlich finden sich hier über 4.000 Felsmalereien – die meisten Zeichnungen zeigen einzelne Tiere und Menschen, teilweise aber auch nur geometrische Muster und Umrisse, aber keine Jagdszenen wie an anderen Orten Afrikas.

Die Distanz zum Okavango ist deutlich feststellbar, denn das Klima ist hier wüstenartig und trocken. Leider sind wir erst um die Mittagszeit dort und es ist über 45 Grad heiß. Und leider kommen im hellen Mittagslicht die wunderschönen Farben der Felsen und der Malereien nur halb so schön zur Geltung wie im Morgenlicht oder später am Nachmittag…

Wir entschließen uns, den kürzeren Trail in der Ebene zu laufen, reizen würde uns natürlich der Aufstieg auf den „Mann“ – vor allem wegen des zu erwartenden Ausblicks in die Ebene, aber bei den herrschenden Temperaturen ist das für uns nicht machbar.

Tsodilo Hills FelsenmalereienSeit angeblich 30.000 Jahren schon sind die Hügel mystische Stätte – mindestens aber Wohnort von Menschen, das belegen Fundstücke aus den vielen Höhlen in den Hügeln. Archäologen vermuten, dass die ältesten Zeichnungen bis zu 10.000 Jahre alt sind.

Wir erfreuen uns an den wunderschönen Grafiken, die wohl mit Farben aus Ocker oder Eisenoxid gemalt worden sind. Überhängende Felsen schützen sie vor der Verwitterung und sie bleiben hoffentlich noch lange erhalten.

Im Besucherzentrum mit kleinem Museum kann man sich nach der geführten Wanderung noch etwas mehr informieren. Insgesamt werden 6 Wanderwege angeboten, immer in Begleitung eines Guides, zwei Wanderwege führen auf die Hügel hinauf. Beim Museum befinden sich auch ein Toilettenhaus mit Dusche und ein einfacher Campingplatz.

 

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