South und North Luangwa Nationalpark

Der 4.636 km² große North Luangwa-Nationalpark kann zwar nicht die große Tierdichte wie der South Luangwa-Nationalpark vorweisen, jedoch besticht er gerade durch seine unerschlossene Wildnis. Für Besucher ist dieser Park ausschließlich von Juni bis Oktober geöffnet, da die Wege während der niederschlagsreichen Jahreszeit unpassierbar werden. Der Zugang ist nur mit kleineren privaten Safari-Unternehmen gestattet. Besonders reizvoll ist das Erleben der unberührten afrikanischen Natur, wovon man beispielsweise auf geführten Buschwanderungen einen bleibenden Eindruck gewinnen kann.

Kafue Nationalpark

Mit einer Fläche von 22.400 km² zählt der Kafue National Park im Westen Sambias zu den größten Schutzgebieten des Kontinents. Gegründet 1924 ist er zugleich der älteste Nationalpark des Landes und nur zwei Stunden von Livingstone entfernt. Eine Vielzahl von Unterkünften, Campingplätzen und Landplätzen für kleinere Flugzeuge heißen den Besucher willkommen. Das zunehmende Interesse, den Park mit seiner beeindruckenden Vielfalt an Tieren und Vegetationsformen zu besuchen, hat auch zu einem verstärkten Bewusstsein für den Schutz dieses einzigartigen Naturraumes beigetragen.

Liuwa Plains Nationalpark

Der 1972 gegründete Liuwa Plains Nationalpark befindet sich ganz im Westen Sambias und verfügt nur über ein Wegenetz aus Staubstraßen, die Allradantrieb erfordern. Eine Besonderheit des Parks stellen die riesigen, zur Regenzeit einwandernden Antilopen-, Zebra- und Gnuherden dar. Aus dem Nachbarland Angola kommend, finden tausende Tiere hier, abseits jeglicher Zivilisation in den weitläufigen Grasflächen reichlich Nahrung. Neben der Tierwanderung ist ebenso die Vielfalt an Vogelarten beeindruckend – so wurden in den Liuwa Auen 330 verschiedene Spezies registriert.

Lower-Zambesi Nationalpark

Im Südosten Sambias erstreckt sich der 1983 gegründete, sehr ursprüngliche Lower-Zambesi Nationalpark. Zuvor war das Areal ein privates Game-Reserve des Präsidenten und nicht für Gäste zugänglich, weshalb der Park von Massentourismus verschont blieb. Entweder mit dem Boot oder per Flugzeug von Livingstone oder Lusaka aus gelangen Besucher in diese entlegene und schwer zugängliche Gegend. Ohne fortgeschrittene Allrad-Fahrerfahrung ist der Landweg durch den Park nicht zu bewerkstelligen, da keine asphaltierten Straßen durch das Schutzgebiet führen, sondern nur holprige Pisten. Doch die Anreise lohnt sich: Besonders Großtiere lassen sich entlang der vom wechselnden Wasserstand des Sambesi geprägten Uferlandschaft wunderbar beobachten. Manchmal werden sogar die sehr seltenen Wildhunde gesichtet. Auf der anderen Seite des Flusses, in Simbabwe, liegt der Mana Pools Nationalpark. Die Überlegungen gehen dahin, aus den beiden Nationalparks ein länderübergreifendes, umfassendes Schutzgebiet zu erschaffen.