Gesundheitsvorsorge bei Reisen nach Sambia

Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet – auch im Rahmen von über 12-stündigen Zwischenstopps auf der Anreise (z.B. Addis Abeba oder Nairobi) – ist ein Impfnachweis erforderlich. Sambia selbst gilt als gelbfieberfrei, weshalb Sie den Nachweis bei einer Weiterreise von dort nach Namibia, Simbabwe, Südafrika und Botswana nicht benötigen. Neben den Standardimpfungen gegen Keuchhusten, Tetanus, Diphtherie, Masern, Mumps, Polio, Röteln und Influenza wird zu Reiseimpfungen gegen Typhus, Hepatitis A sowie bei exponierten oder längeren Aufenthalten ein Schutz vor Meningokokken-Meningitis, Tollwut und Hepatitis B geraten.
HIV bzw. AIDS ist im Land ein weit verbreitetes, gravierendes Problem, denn schätzungsweise zwischen 15 und 30 Prozent der Bevölkerung sind mit dem Virus infiziert.

Reisen nach Sambia elefantDas Ansteckungsrisiko mit der Malaria tropica besteht ganzjährig und landesweit, besonders von November bis Juni sowie vor allem im Landessüden entlang des Sambesi-Flusses. Sprechen Sie vor Sambia Reisen daher mit einem Tropenmediziner über geeignete Prophylaxe-Maßnahmen. Schützen Sie sich vor Ort durch lange, bedeckende Kleidung, Insektenschutzmittel sowie Moskitonetze zum Schlafen. Auf einer Safari in Sambia bieten tagsüber Kleidung und Insektenspray auch einen gewissen Schutz vor dem Stich der Tsetsefliege, der Überträgerin der Schlafkrankheit.

Um Magen-Darmerkrankungen, insbesondere Cholera zu verhindern, verwenden Sie nur in Flaschen abgefülltes Wasser zum Trinken, Zähneputzen, Obstwaschen, Geschirrspülen und Kochen. Zu den Hygienemaßnahmen gehört auch regelmäßiges Händewaschen bzw. -desinfizieren. Um eine Bilharziose-Ansteckung zu vermeiden, verzichten Sie auf das Baden in Gewässern.
Wegen einiger Gifttiere (Schlangen, Spinnen, Skorpione) gilt -wie in anderen tropischen Regionen auch-, darauf zu achten, wohin man greift, sich setzt oder legt. Kleidung und Bettzeug sollten ausgeschüttelt werden, um so eventuelle Mitbewohner loszuwerden. Meiden Sie den nächtlichen Aufenthalt im Freien, da einige giftige Schlangen nachtaktiv sind.

Denken Sie unbedingt an den Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Rückholoption. Die adäquate medizinische Versorgung ist nicht gewährleistet, insbesondere in ländlichen Regionen. Informieren Sie sich ggf. vorab bei der sambischen Botschaft, wenn Sie Medikamente mit sich führen, welche als Betäubungsmittel eingestuft werden könnten.

Sicherheit bei Reisen nach Sambia

Für die Einreise sind ein noch mindestens sechs Monate gültiger (auch vorläufiger) Reisepass sowie ein Visum erforderlich. Vergehen gegen die Einreisebestimmungen werden mit hohen Geld- und Haftstrafen belegt. Hohe Strafen stehen außerdem auf das Fotografieren öffentlicher, insbesondere militärischer Einrichtungen und Gebäude, den Konsum und Besitz von Betäubungsmitteln, das Rauchen in der Öffentlichkeit und homosexuelle Handlungen, welche mit bis zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe und Zwangsarbeit geahndet werden können.

Stellen Sie sich auf Reisen nach Sambia darauf ein, dass aufgrund der störungsanfälligen Energieversorgung häufiger Stromausfälle vorkommen. Die grenznahen Regionen zum konfliktbelasteten Osten der Demokratischen Republik Kongo sind zu meiden, ebenso die Grenzgebiete zu Mosambik und Angola wegen der Gefährdung durch Landminen. Da unterwegs häufiger Straßenkontrollen durchgeführt werden, sollten Sie stets Fahrzeugpapiere und Ausweise bei sich tragen. Aufgrund mangelnder Straßenbeleuchtung und schlechter Straßenverhältnisse verzichten Sie besser auf Nachtfahrten. Halten Sie bei Autofahrten Türen und Fenster zur Sicherheit verschlossen und lassen Sie Wertgegenstände nicht sichtbar im Auto liegen. Leisten Sie bei Überfällen nie Gegenwehr.

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