Der Ort Mochudi

Der Ort Mochudi

Der Ort Mochudi war einst die Heimat des Stammes der Bakgatla. Diese verließen das heutige Südafrika im Jahr 1871, damit sie den Buren und ihren Überfällen auf das Land entgehen. Angesiedelt haben sie sich längs des Ngotwane Rivers und am Fuße des Phuthadikobo Hills. Wie in vielen großen Dörfern von Botswana vermischen sich auch in Mochudi Stilelement aus Alt und Neu. Ganz klar erkennbar ist dies an der Gestaltung des Wohnlichen Ambientes. Es ist Ihnen zu empfehlen, dass Sie Ihren Rundgang durch Mochudi bei der Kgotla starten. Diese befindet sich umliegend an das Büro der Stammesverwaltung und ist an der Hauptstraße des Ortes ausgeschildert. Aus Respekt sollten Sie sich hier vorstellen und sich die Erlaubnis für die Besichtigung geben lassen. Die Kgotla ist der Gerichts- und Versammlungsort. Erkennen können Sie sie an den halbkreisförmigen, großen und in den Boden gelassenen Holzblöcken.
Ein anliegendes Gehege, welches mit einer Steinmauer eingefasst ist, bietet Platz für frei herumlaufende Rinder, deren Besitzer nicht ausfindig gemacht werden können. Hier liegen zudem auch gleich zwei Häuptlinge der Kgatla begraben. Zum einen der von 1875 bis 1924 regierende Kgosi Linchwe Khamanyane Pilane und der Herrscher von 1929 bis 1958 Kgosi Molefi Kgafela Pilane. Des Weiteren haben Sie die Möglichkeit, zwei nahe gelegene traditionelle Rondavels zu besuchen. Diese sind äußerst gut erhalten und können Ihnen Eindruck darüber vermitteln, wie einst die Wohnungen in dem Ort aussahen.
Ein enger Pfad beginnend von der Kgotla führt Sie hoch zu dem Phuthadikobo Museum. Das Museum verfügt über zahllose geschichtliche Informationen von Mochudi und verschafft Ihnen einen Überblick über den in Botswana stattgefundenen kulturellen Wandel. Zu der umfangreichen Sammlung gehören auch historische Fotoaufnahmen von Frauen, wie sie Töpferwaren anfertigen, von Blasebälgen, die von Schmieden bedient werden und auch Aufnahmen von Regen herbeirufender Häuptlinge. Zudem gibt es Bildmaterial von Renovierungsarbeiten sowie Mädchen und Jungen während ihrer Initiationsriten. Zu den im Museum befindlichen Artefakten gehören traditionelle Waffen, Utensilien, Korb- und Töpferwaren. Aber auch vom Regenten Isang können die Regenmachertöpfe bestaunt werden. In seinem Ursprung war das Museum eine Schule, welche von dem Regenten Isang Pilane im Jahr 1921 errichtet wurde. Bei dieser Schule geht es Botswanas erste Oberschule, die 1976 vom Museum ersetzt wurde. Die Hülle an historischen Fotoaufnahmen und Artefakten nahm rasant zu. Unter den geschichtsträchtigen Unterlagen finden sich auch viele eindrucksvolle Bilder, die von dem international bekannten Anthropologen Prof. Isaac Schapera abstammen. Dieser dokumentierte beinah bis hin zu seinem Tod im Jahr 2000, sämtliche Details von der Kultur und dem Leben der Batswana. Auch die rasche Veränderung während des 20. Jahrhunderts wurden so festgehalten und dokumentiert. Zugehörig zum Museum ist ein kleines Geschäft, in dem Sie Siebdruckerzeugnisse und einheimische Kunstgewerbeartikel kaufen können.
Weitergehend sehenswert ist zudem die Deborah Retief Memorial Church, welche von der Niederländischen-Reformierten Mission verwaltet wird. Die Kirche finden Sie gleich nach der Abzweigung zur Kgotla. Errichtet wurde die Deborah Retief Memorial Church von den Bakgatla im Jahr 1903 und ist auch heute noch in Benutzung.
Schöne Portemonnaies, Lederschuhe, Handtaschen und Sandalen können Sie in der Pilane Leatherworks käuflich erwerben. Diese liegt in der Nähe von der Eisenbahnüberführung und der nahe gelegenen Francistown Road.

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