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Hier finden Sie unseren Reiseführer Ost Botswana

Wildreservat Northern Tuli

Im Nordosten von Botswana liegt das Wildreservat Nothern Tuli und erstreckt sich über eine Fläche von 71.000 Hektar. Das Northern Tuli Game Reserve, kurz NTGR, verläuft an den Flüssen Limpopo, Motloutse und Shashe. Sie bilden die natürliche Grenze von Südafrika und Simbabwe. Hier gibt es vielfältige Lebensräume wie Flusswälder und das Mopane-Buschland. Die Marschareale werden regelmäßig von außergewöhnlichen Hügeln, Sandsteinfelsen und Basaltformationen unterbrochen. Das Wildreservat Northern Tuli ist in Südafrika eines der größten Wildreservat in privater Hand. Es verfügt über drei private riesige Konzessionsgebiete, das Wildreservat Mashatu, die Tuli Safari Lodge und das Wildreservat Nitani. 350 verschieden Arten von Vögeln und 48 Arten von Säugetieren haben hier ihren Lebensraum. Nach Schätzungen leben etwa 20.000 dieser Tiere in dem Reservat. Dazu zählen natürliche Wildtiere wie Zebras, Gnus, Elefanten, Impalas, Warzenschweine, Wasserböcke, Duchers, Kudus und Steinböckchen. Die Elenantilope ist in Botswana kaum vertreten, hier weidet sie in großen Herden. Auch sämtliche Großraubtiere wie der Gepard, der Löwe, die Hyäne und der Leopard sind hier zu Hause.
Das Wildreservat Northern Tuli randet an ein größeres Areal in Ostbotswana. Diese wird Tuli Block genannt und ist ein zehn Kilometer breiter Landstreifen. Hier haben sich einige geschäftlich orientierte Landwirtschaftsbetriebe angesiedelt, aber es gibt hier auch Wildfarmen, die Touristeneinrichtungen bieten. Das Reservat kann von Ihnen auf dem Pferd, mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkundet werden. Es werden zudem auch Fahrten mit einem Heißluftballon angeboten.
Elementare geschichtliche Einblicke der Region erhalten Sie durch die archäologischen Stätten. Fundorte, die auf die Eisenzeit zurückgehen, geben Aufschluss darüber, wie talentiert die Stämme der Mapungubwe, Leopard´s Kopje und Zhizo bei ihren Arbeiten der Eisenschmelzerei, Töpferei und beim Bergbau waren.

Old Palapye

Die Stätte Old Palapye ist multikulturell und von enormer geschichtlicher Bedeutung. Aus ihr gingen viele Gegenstände aus der einstigen Eisenzeit sowie späten und mittleren Steinzeit hervor. Im 19. Jahrhundert war Old Palapye die Hauptstadt vom Stamm Bangwato, ihr König war Khama III. Sie siedelten hier zwischen den Jahren 1889 und 1902. Trotz, der 13 Jahren in dem der Ort nur Hauptstadt war, wuchs die Bevölkerung auf schätzungsweise 300.000 Einwohner an. Dazu gehörten auch Jäger und Missionare aus Europa. Da Old Palapye am Fuß der Tswapong Hills liegt und über viele Wasserfälle und ganzjährige Quellen verfügte, sieht man hier den Grund für den rasanten Anwuchs der Bevölkerung. Die Bangwato verließen das Gebiet, als die Vorräte an Wasser knapp wurden. Heute ist ihre Hauptstadt Serowe. Old Palapye und seine Besiedlung hat in der Geschichte Botswanas eine übergeordnete Rolle, insbesondere wenn es um das Behindern der Ndebele geht und ihr weiteres Vordringen in das einstige Rhodesien. Aber auch die Zusammenkunft der Batswana mit den Europäern macht die Stadt zu einem besonderen Ort. Zudem gibt es Anzeichen dafür, dass Botswana eine der ersten Agrarstädte war.
Zu den Sehenswürdigkeiten gehören Felsmalereien, Überbleibsel von Gefängnissen und Rondavels, Steinwälle und historische Gräber. Letztere von Batswana und auch Europäern. Ein besonderes Highlight stellt die zwischen den Jahren 1891 und 1894 von der Londoner Missionsgesellschaft erbaute Kirche dar. Leider sind von ihr nur noch Überreste erhalten geblieben.
Immer noch beheimatet sind hier Wildtiere wie Leoparden, grüne Meerkatzen, Klippschliefer, Paviane und Stachelschweine. Des Weiteren können Sie hier zwei Brutkolonien der Kapgeier finden, eine davon in Gootau mit mehr als 200 Brutpaaren. Wenn Sie einen Besuch vorhaben, müssen Sie diesen allerdings vorher beim Headman anmelden. Zudem muss darauf geachtet werden, dass die Vögel nicht belästigt werden.
Old Palapye ist im Jahr 1938 zum National Monument erkoren worden und steht unter der Obhut der Behörde "National Museum and Monuments".

Tswapong Hills

Die Tswapong Hills liegen in östlicher Richtung von Palapye, bildeten sich vor einer Milliarde Jahren, sind 20 km breit, erheben sich beinah 400 Meter und erstrecken sich 60 km in westliche Richtung zum Dorf Moremi. Das Gestein der Tswapong Hills besteht aus Quarz, Sandstein und Eisen. Aus diesem Grund sind sie auch so intensiv gefärbt. Viele schöne und historisch wichtige Stätten gehen von ihnen aus. Die Tswapong Hills gaben in ihren Schluchten eine der frühesten Fährten von Ansiedlungen durch Bantuvölker in Südafrika frei. Man entdeckte unter Erdreich begrabene und eingestürzte Schmelzanlagen, die beweisen, dass hier man hier in den Schluchten zu damaligen Zeiten Eisen schmolz. Ockerrote Zeichnungen können Sie hingegen unter den Felsvorsprüngen sehen. Die Gegend war einst die Heimat von Großwild, heute leben hier Säugetiere wie Leoparden, Klippschliefer, braune Hyäne und Paviane. Es ist nachgewiesen, dass mehr als 350 Vogelarten hier leben, unter anderem der Schwarzstorch, der Kapgeier, der Meyers Papagei und Schwarzadler. Zusätzlich fliegen auch noch mehr als 100 verschiedene Arten von Schmetterlingen durch die Region. Viele Wasserfälle und die satte feuchte Vegetation machen die Gegend zudem besonders beliebt. Denn Botswana ist generell für sein eher wasserarmes und trockenes Umfeld bekannt. Von den Bergen wird das Wasser aus den tiefen Wasser führenden Lagen im Boden absorbiert und wird dann mittels der zahlreichen ursprünglichen Quellen wieder an die Oberfläche geleitet. So bilden sich Bäche und bei großen Wassermengen auch Wasserfälle, welche in traumhafte Lagunen plätschern.
Tief in den Tswapong Hills und verbunden mit einem Kräfte zerrenden Aufstieg, befindet sich die Moremi-Schlucht. Diese ist die Basis für drei Wasserfälle, die das ganz Jahr über fließen. Die beiden Ersten fließen einem breiten Bogen in große Becken. Der andere obere Wasserfall hat eine Höhe von etwa zehn Metern und ist äußerst schön anzusehen. Die Schlucht ist als National Monument anerkannt und wird verwaltet vom Department of National Museum, Monuments and Art Gallery. Der Moremi Mannonye Conservation Trust arbeitet zusammen mit der Botswana Tourism und der Bevölkerung, um die Region für den nachhaltigen Öko-Tourismus zu erschließen. Das Areal hat für die Einheimischen eine große spirituelle und religiöse Bedeutung. Das bedeutet für Sie, bevor Sie sich aufmachen in die Tswanpong Hills, sollten Sie sich aus Respekt, die Einverständnis des Headman geben lassen. In Moremi selbst haben Sie die Möglichkeit, sie von der Museumsbehörde einen Reiseführer zu mieten. Das Campen in der Nähe von den Schluchten ist erlaubt, allerdings müssen Sie sich dann selber versorgen. Jedoch sind Einrichtungen im Bereich Sanitär und Camping in Planung.

Selebi Phikwe

1973 nahm das Nickelbergwerk Bamangwato Concessions Ltd. seinen Betrieb auf und Selebi-Phikwe entstand als Bergbaustadt für seine Mitarbeiter. Bevor es zu der Erschließung von Kupfer und Nickel kam, gab es hier zu Beginn zwei Dörfer. Nachdem der Rohstoff und dessen Mengen entdeckt wurden, baute man die Siedlung und das Bergwerk inmitten der zwei Dörfer und verband ihre Namen zu Selebi Phikwe. Mit einem Schienenweg wird das Kupfer-Nickelerz aus den Schächten befördert. Ein einzig dafür errichtetes Kohlekraftwerk sorgt für den Strom, der das Umfeld und das Bergwerk versorgt. Der wichtigste Arbeitgeber von Selebi Phikwe ist der Bergbau. Aber auch hier finden Sie die elementarsten Einrichtungen wie Hotels, Einkaufszentren, Flughafen und Hotels.
Die Lepokole Hills befinden sich ca. 25 km in südlicher Richtung entfernt vom Ort Bobonong. Sie setzen sich großen Granitblöcken zusammen, die aufeinandergestapelt sind. Sie sind südliche Erweiterung von Simbabwes Matopos Hills, deren Umfeld sehr ähnlich ist. Zu den beliebtesten Unternehmungen gehört das Bergsteigen und Wandern. Die Berge und ihre höchsten Gipfel bieten eine umwerfende Aussicht aber facettenreiche Landschaft. In dieser Region wurden viele historische und archäologische Schätze gefunden. Der Kopjes und seine Felsvorsprünge zeigen Ihnen Felsmalereien von den Sans. Diese Zeichnungen zeigen beispielsweise ihren Rückzug vor der Zivilisation, die immer näher kommt. Des Weiteren können die Überreste von antiken Siedlungen besichtigen oder eingefriedete Ruinen. Der Mapanda Conservation Trust ist der Verwalter eines für die Erschließung von Lepokole auf die Beine gestelltes Tourismusprojekt. In Planung sind die Wiederansiedlungen von einheimischen Tieren, die Einzäunung des direkten Umfeldes der Berge, Bergwanderungen unter Führung, Tierbeobachtungen und das Anlegen von naturkundlichen Wanderwegen. Weitergehend wird von der Trust geplant, das Angebot der Campingmöglichkeiten zu erweitern. Es gibt im Moment nur einen Platz zum Campen und das ohne Einrichtungen wie Sanitär etc. Trotz der Selbstversorgung, sollten Sie aus Respekt sich das Einverständnis des Headman geben lassen.
Von Botswana Tourism wird die hiesige Förderung des Naturschutzes der Gemeinden des Naturschutzgebietes Lepokole unterstützt.

Francistown

Francistown ist eine von Botswanas ältesten Städten und auch das Zentrum vom ersten Goldrausch Südafrikas. Francistown kam zu seiner Berühmtheit, als Mitte des 19. Jahrhunderts Schürfer aus Europa hier Gold fanden und anfingen dieses abzubauen. Begonnen hat der Goldrausch im 50 km entfernten Tatitown und nachher dann auch in Francistown. Die Monarch Mine ist erst jüngst wieder in Betrieb genommen worden. In Generationen wurde hier von den einheimischen Afrikanern Gold abgebaut und das große Vorkommen sorgte schon vom 12. bis ins 14. Jahrhundert für enormen Reichtum. Seinen Namen verdankt Francistown dem britischen Bergmann und Schürfer Daniel Francis. Er erwarb im Jahr 1869 eine Lizenz zum Schürfen und wurde am Ende von Tati Concessions Company Direktor. Daniel Francis und die anderen Schürfer griffen oft bei der Erkundung auf alte Goldschächte zu Orientierungszwecken zurück. Sie setzten das Schürfen aber auch in den Schächten vor, wo Generationen vorher schon angefangen waren. Auch heute können Sie noch alte aufgelassene Bergwerke im Umfeld der Stadt finden. In seinen Ursprung war Francistown 1897 als Siedlung nahe der Monarch Mine errichtet worden. In ihren Anfängen bestand sie nur aus einer einzigen Straße mit lebhaften Saloons und Geschäften. Diese verliefen in einer Parallele zu der Eisenbahnlinie. Diese hatte der britische Unternehmer Cecil Rhodes für die Verbindung zwischen den britischen Kolonien im Norden und Südafrika bauen lassen.
Von der Hauptstadt Botswanas Gaborone liegt Francistown in nördlicher Richtung 436 km entfernt. Sie gelangen von Francistown mit der Hauptstraße in nordwestlicher Richtung in das Okavango Delta, nach Kasane, in den Chobe-Nationalpark und nach Maun sowie nach Simbabwe zu de Victoria-Fällen und nach Sambia in die Stadt Livingstone.
Die Stadt hat im Moment einen wirtschaftlichen Aufschwung, der in erster Linie darauf zurückzuführen ist, dass es zur Wiederaufnahme vom Goldabbau gekommen ist. Hierdurch wird der Verkehrssektor wiederbelebt, ebenso wie der Immobilienmarkt. Die letzten Jahre und die damit einhergehende Entwicklung tragen dazu bei, dass Francistown in seiner Größe und Einwohnerzahl stetig ansteigt. Längst sind die Zeiten vorbei an dem von der staubigen "Frontier Town" die Rede ist. Francistown ist inzwischen eine moderne Großstadt mit hochwertigen Geschäften, Einkaufszentren, Restaurants, Industrieanlage, Hotels und Wohngebieten. Nur im Stadtzentrum sind noch einige koloniale Bauten erhalten worden.
Supa Ngwao Museum
Das Supa Ngwao Museum bietet seinen Besuchern interessante Monumente über die Historie und Kultur des Volkes Kalanga. Es beheimatet Bildmaterial welche den Beginn von Francistown zeigen und Botswanas Frühgeschichte. Somit wird hier ein Stück von Nordbotswanas Erbe aufbewahrt. Im Museum gibt es eine Sammlung, die sich über Musikinstrumente, Holzschnitzereien, Keramik und Körbe erstreckt. Das Museum verfügt auch über einen eigenen Shop, in dem sie handgefertigte und lebensnahe Produkte von ca. 200 Kunsthandwerkern kaufen können. Die meisten dieser Kunsthandwerker stammen unmittelbar aus der Region. Vom Supa Ngwao Museum werden auch Stadtführungen angeboten, die ein Großteil der elementarsten geschichtlichen Sehenswürdigkeiten beinhalten.

Das Birds and Game Botswana

Das Birds and Game Botswana ist ein Waisenhaus für Tiere und von der Uncharted Africa auf die Beine gestellt. Dieses hat es sich seit über 20 Jahren zur Aufgabe gemacht, verwaiste und verletzte Tiere aufzunehmen, sich um sie zu kümmern und gibt ihnen ein neues zu Hause. Es bemüht sich um die Aufklärung der Öffentlichkeit, was die einheimische Tierwelt betrifft. Nicht nur interessant für Schulklassen und Einheimische, auch Touristen sind gerne willkommen.

Das Naturschutzgebiet Tachila

Das Naturschutzgebiet Tachila liegt an dem Stadtrand von Francistown, auf dem Gelände der Tati Company und hat eine 8.200 Hektar große Fläche. Es befindet sich in einem hervorragenden ökologischen Zustand und dient den Einwohnern von Francistown sowie seinen Bewohnern ein Naherholungsgebiet. Zusätzlich agiert es für Botswanas Schulkinder im Sinne der Umwelterziehung, wie auch dem Umwelt- und Tierschutz. Übersetzt aus der Sprache der Kalanga bedeutet Tachila "der Retter aller Lebewesen". Dieses Projekt basiert auf einer breiten kommunalen Initiative, welches Attraktionen zeigt, die es so nur in Francistown selbst und im Nordost-Distrikt zu finden gibt. Die natürlich vorkommenden Tiere sind hier der Klippspringer, das Warzenschwein, die Hyäne, der Buschbock, der Klippschliefer, der Impala, der Kudu und das Steinböckchen. Wieder angesiedelt werden sollen die Elenantilope, die Rappen- und Pferdeantilope, das Nashorn, das Zebra, die Giraffe, der Gnu und der Gepard. Des Weiteren wird geplant eine Luxus-Lodge im Naturschutzgebiet zu errichten inklusive Restaurant und Konferenzzentrum. Im Vordergrund steht dabei die ökologische Bauweise der Neubauten. Dazu zählen Programme zum Recycling, Biogärten, Anlagen für die Grauwassernutzung und erneuerbare Energien. Das Naturschutzgebiet ist zwar noch in der Entstehungsphase, kann aber von Reisenden bereits für Beobachtungen genutzt werden. Jedoch erst nach vorheriger Anmeldung und im eigenen Auto.


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Northern Tuli: -22.176140, 29.046870
Old Palapye: -22.566667, 27.300000
Tswapong Hills: -22.650000, 27.516667
Selebi Phikwe: -22.002876, 27.842865
Francistown: -21.166100, 27.514360
Das Naturschutzgebiet Tachila: -21.310854, 27.561325