Tsodilo Hills

Tsodilo Hills

Die Tsodilo Hills ragen aus den Weiten der Kalahari hervor und färben sich Kupfernd bei Sonnenuntergang. Zu den Einwohnern gehören die Ureinwohner „San“ und die „Hambukushu“ die in den vergangenen 200 Jahren immer wiederkehrten. Für sie ist Tsodilo eine heilige Stätte, die mit dem Geist der Ahnen ausgefüllt ist. Nicht zuletzt aus diesem Grund fühlen auch Touristen eine spirituelle Aura, die die Tsodilo Hills umgibt.
Durch die Vorfahren wurden hier zahlreiche religiöse Rituale vollzogen, meistens um für Regen oder um Hilfe zu bieten. Zudem wurden von ihnen auch die Felsen bemalt, dessen Symbole und Sinn bis heute verborgen sind. Wenn Sie die drei Haupthügel erforschen, begeben Sie sich in die Vorzeit. Die drei Haupthügel werden übrigens als Mann, Frau und Kind bezeichnet. Archäologen erforschen die Tsodilo Hills bereits seit über 30 Jahren und sind sich sicher, dass die Gegend schon mindestens 100.000 Jahre hinweg über bewohnt ist. Was bedeuten würde, dass sie zu den ältesten geschichtlichen Stätten überhaupt gehört. Es wurden hier zahlreiche Relikte aus längst vergangen Zeiten gefunden wie beispielsweise Perlen von Muscheln, geschnitztes Stein- und Knochenwerkzeug, Eisenwaren, Perlen aus Glas, Gefäße aus Ton. Genannte Gegenstände werden auf ein Alter von 90.000 Jahren geschätzt. Funde in Divuyu stammen aus der Zeit von 700 und 900 nach Christus und deuten darauf hin, dass Bantu, bereits seit mehr als 1.000 Jahren am Fuß des Hügels leben. Hierbei dreht es sich um Züchter von Rindern, welche sich auf der Ebene niederließen um mit asiatischen Glasperlen, atlantischen Muschelschalen und aus dem Kongo stammenden Kupferschmuck zu handeln. Eintauschen wollten sie sie wahrscheinlich gegen Felle und Roteisenstein. Unter den diversen Gruppen herrschte eine emsige Handelsbeziehung. Bei Ausgrabungen hat man herausgefunden, dass über 20 Bergwerke Hämatit (Roteisenstein) hervorbringen. Hierbei handelt es sich um ein Eisenoxid, das glitzert und früher eine kosmetische Verwendung hatte. Malereien auf Felsen sind beinah überall zu finden. Sie zeugen von menschlichen Ansiedlungen seit Jahrtausenden. Regional gehören diese Felsmalereien zu den wichtigsten und schönsten. Zusammengefasst sind es um die 4000 Zeichnungen, wobei einige rot aufgetragene Fingermalereien darunter sind und auch geometrische Muster. Die roten Malereien stammen zum größten Teil während des ersten Jahrtausends nach Christus. Die bekanntesten Malereien zeigen Nashörner und eine auf einem Felsen befindliche Elenantilope. Eine Vielzahl dieser Zeichnungen ist nur schwer zu erreichen, was eventuell auf die religiöse Bedeutung zurückzuführen ist. Zudem haben die Felsmalereien in den Tsodilo Hills einen mystischen Beigeschmack, da sie weit entfernt sind von anderen Zeichnungen in Südafrika. Die nächste bekannte Stelle liegt in einer Entfernung von 250 Kilometern. Des Weiteren ähneln die Malereien den übrigen im südlichen Afrika so gut wie gar nicht, bezogen auf die Auswahl und den Stil diverser Motive. Oft sind es einzelne Figuren und über die Hälfte zeigt Haus- und Wildtiere. Teilweise zeigen sie auch Szenen aber kaum stellen sie dabei eine ganze Geschichte dar. Im Jahr 2002 wurden die Tsodilo Hills zur Welterbestätte ausgewiesen, wegen der immensen kulturellen und geschichtlichen Bedeutung.
Wenn Sie sich die Zeichnungen in den Felsen anschauen wollen, können sie unterschiedliche Wanderwege benutzen. Da wären der Cliff Trail, der Lion Trail und der Rhino Trail. Empfehlenswert ist es, wenn Sie nicht alleine wandern, sondern unter Führung. Bei den beheimateten Hambukushu und den San werden Sie mit Sicherheit jemanden finden, der Sie begleitet.
Direkt am Eingang ist ein kleines Museum untergebracht und der bedeutendste Platz zum Campen liegt am Hauptgebäude vom Museum. Hier gibt es Wasser und sanitäre Anlagen. Die drei anderen kleineren Zeltplätze leider nicht.

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